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Apr 1: Bachelorarbeit: Internet-Anbindung per Richtfunk

In den letzten Monaten hat ein Informatik-Student der Hochschule Niederrhein bei uns seine Bachelorarbeit geschrieben. Der Titel der Arbeit lautet: Design und Umsetzung einer verlässlichen Internet-Infrastruktur auf Basis von lizenzfreiem Richtfunk (7,2 MB).

Internet-Anbindung per Funk ist ja schon länger und immer wieder mal ein Thema im WiLaDo. Zwei Richtfunkstrecken funktionieren auch schon seit längerem stabil. Durch die Bachelorarbeit ist nun neuer Schwung in die Sache gekommen.

Die in der Arbeit entwickelten Konzepte können dazu genutzt werden, BenutzerInnen aus der Dortmunder Nordstadt mit dem WiLaDo oder untereinander zu verbinden. Und der WiLaDo könnte Zugang zu anderen Netzwerken und damit auch weitere Internet-Anbindungen erhalten.

Da wir ein eigenständiges autonomes System betreiben, benötigen wir mindestens 2 voneinander unabhängige Internet-Anbindungen. Das erhöht die Verfügbarkeit, kostet den WiLa jedoch eine Menge Geld. Unser Ziel ist es eine dieser Internet-Anbindungen durch eine Funkstrecke zu ersetzen. Im Rahmen der Bachelor-Arbeit konnte dies jedoch noch nicht realisiert werden. Das Wetter war einfach nicht dafür geeignet auf irgendwelchen Dächern 'rumzuturnen und Richtfunk-Antennen aufzustellen. Aber wir sind zuversichtlich, dass es im Laufe des Frühjahrs damit weitergeht.

Die Bachelorarbeit hat eine Menge Einsatz bedeutet, aber allen Beteiligten auch viele neue Erkentnisse gebracht und nicht zuletzt Spaß gemacht. Wer sich dafür interessiert, eine Bachelorarbeit o.ä. im WiLa zu schreiben, möge sich einfach mal melden.
Posted by susi in Artikel

Jun 5: 2. Libertäre Medienmesse

vom 24. bis 26. August 2012
in Bochum, Bahnhof Langendreer


Wer die Menschen, die FREE! am Laufen halten, endlich mal in echt kennen lernen möchte, dies ist eine gute Gelegenheit. Denn auch wir sind mit einem Stand auf der Limesse vertreten.
Vom 24. bis 26. August 2012 werden libertäre Verlage, Zeitschriften, Radio-, Video- und Internetprojekte ihr Programm vorstellen. Drei Tage Messe, Projektvorstellungen, Lesungen, Kultur, Veranstaltungen, Infos, Leute treffen und Pläne schmieden für eine Welt jenseits von Krise und Ausbeutung. Für all das bot bereits die 1. Libertäre Medienmesse für den deutschsprachigen Raum (Limesse) im September 2010 einen Rahmen. Auf vielfachen Wunsch geht die Limesse nun in die 2. Runde. Mehr unter http://www.limesse.de


limesse-banner

Posted by susi in Veranstaltungshinweis

Oct 8: Alles auf eine Karte

Die Krankenkassen haben in diesem Monat den ersten Versicherten mitgeteilt, dass sie die Elektronische Gesundheitskarte (EGK) bekommen sollen. Dazu sollen die Versicherten ein Bild an ihre Krankenkasse schicken, welches dann auf die Karte kommt. Außer dem Passbild ist auf der Karte ein les- und beschreibbarer Speicherchip.

Auch wenn in der ersten Phase diese Plastikkarte noch nicht mit der geplanten "Elektronischen Krankenakte" verknüpft wird, dringt sie unvertretbar tief in die schutzwürdigsten Bereiche der Privatsphäre der Versicherten ein. Ärztliche Diagnosen, verschriebene Medikamente und vergangene Krankenhausaufenthalte sowie Arztbesuche lägen dann zusammengefasst in einem bundesweit abrufbaren Datennetz vor. Auch wenn die Zugriffsrechte auf Beschäftigte von Arztpraxen, Krankenhäusern und Krankenkassen beschränkt sein sollten, wäre eine unberechtigte Nutzung dieser intimen Informationen dann weitaus leichter als jetzt sowieso schon. Schließlich ist es längst eine Binsenweisheit, dass selbst die ausgefeiltesten Sicherungsvorkehrungen nicht vollständig vor unberechtigtem Zugriff auf Datennetze schützen können.

Der Humanistischen Union (HU) zufolge hat es einen schwerwiegenderen Eingriff in das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung der Bundesbürger bisher noch nicht gegeben, da das System allen gesetzlichen Kassen verbindlich vorgeschrieben wird. Besonders ärgerlich findet die HU Marburg, dass Patienten sich gegen die Elektronische Krankenkarte kaum wehren können.

Es gibt aber bereits ein Wiki, in dem detailliert erklärt wird, wie mensch sich gegen diese Karte wehren kann. Voraussetzung ist, dass mensch die Karte bereits bekommen soll und von der Krankenkasse angeschrieben wurde. Bisher sind nur einige tausend von den 60 Millionen Versicherten betroffen.

Der Ablauf, den diese Anleitung beschreibt, wird fast sechs Monate dauern, ca. 2 Stunden Zeit und Porto erfordern. Risiken gibt es nicht. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du die EGK trotzdem benutzen musst. Die Krankenkassen haben zwar viele Leute beschäftigt, aber nicht für eine massenhafte politische und rechtliche Diskussion mit ihren Mitgliedern. Wenn nur ein Prozent der Betroffenen mit Widerspruch und Klage gegen die EGK vorgeht, wird allein dadurch bei den Verantwortlichen ein Umdenken stattfinden. So die Hoffnung der Autoren der Anleitung.

+ Die Anleitung: http://wiki.liste-neuanfang.org/index.php5?title=Mit_Widerspruch_und_Klage_gegen_die_EGK

+ Pressemitteilung der Humanistischen Union: http://www.hu-marburg.de/homepage/presse/info.php?id=301#pressemitteilung

+ Weitere Infos auf Recht.de: http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?f=71&t=212350
Posted by susi in Artikel
Defined tags for this entry: datenschutz

May 6: Zensus 2011 kippen - Stoppt die Vollerfassung

Arbeitskreis Zensus (“AK Zensus”) und die Bündnispartner warnen gemeinsam vor der bevorstehenden Volkszählung, von den Behörden als “Zensus 2011” bezeichnet:

Ohne dass die Bevölkerung auch nur annähernd ausreichend darüber aufgeklärt worden wäre, erfolg(t)en bereits seit 2008 zentrale Zusammenführungen und Vernetzungen zahlreicher sensibler personenbezogener Daten und Informationen über alle Einwohner Deutschlands. Derzeit erfolgt die Erstellung einer in Deutschland bislang noch nie dagewesenen Datenbank über alle Einwohner und jede Aufenthalts- bzw. Wohngelegenheit. Darin werden für einen Zeitraum von bis zu vier bzw. sechs Jahren, d.h. bis 2015 bzw. 2017, nicht anonymisierte Daten über die gesamte Bevölkerung sowie ihre Beziehungen untereinander gespeichert. Diese zentral gespeicherte Datenbank mit einer vollumfänglichen Erfassung aller Einwohner Deutschlands halten wir alleine durch ihre Existenz für ein unhaltbares Risiko. Die Gefahr des Datenmissbrauchs oder Datendiebstahls mit oder ohne neue staatliche Verordnungen oder durch kriminelles Eindringen bereitet uns große Sorgen. Bezogen auf den angeblich zu erwartenden Nutzen durch die Erhebung dieser Daten halten wir die Erschaffung dieser neuartigen Datensammlung für völlig unverhältnismäßig.
Den kompletten Aufruf gibt es unter http://zensus11.de

Infos auch unter
http://zensus11.nadir.org/
http://www.vorratsdatenspeicherung.de
Die Fragebögen u.ä: unter http://boykottzensus.wordpress.com

Posted by susi in Artikel

Feb 2: Solidarität mit den Ägypterinnen und Ägyptern



Ägypten ist vom Internet abgeklemmt. Festnetz-Telefonate ins Ausland sind allerdings (noch) möglich. Deshalb haben wir unseren alten Telefonie-Server wieder in Betrieb genommen und insgesamt 25 Leitungen freigeschaltet. Per Modem und Einwahl auf unseren Server lässt sich die Internetsperre seit gestern Abend (1.2.) umgehen. Weltweit arbeiten zur Zeit viele weitere unabhängige Netzprojekte daran, die ägyptische Internetsperre auszuhebeln, damit freie Kommunikation weiter möglich ist: http://www.telecomix.org/

Solche Aktionen sind ebenso wie der sonstige Betrieb des FREE!-Projektes auf Spenden angewiesen. Deshalb an dieser Stelle ein herzliches "Dankeschön" an alle unsere SpenderInnen!

Update, 02.02. 12:08 Uhr: Heise online berichtet  Ägypten ist wieder online
Update, 06.02.: 350 auf Solidaritätsdemo in Dortmund, Artikel in den Ruhr Nachrichten


Weitere Informationen zur Situation in Ägypten


- aktuelle Infos: live-stream von Al Jazeera
- auf faz.net ein Beitrag von Frank Rieger, Sprecher des CCC: Der Blackout am digitalen Suezkanal
-
Linksammlung auf den Seiten der FAU Düsseldorf


Update, 18.02.: Mittlerweile gibt es zwei deutschsprachige Blogs mit Nachrichten, Berichten und Analysen zu politischen und sozialen Verhältnissen im Nahen Osten:
- http://nahostinfos.wordpress.com/
- http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/


Medienecho zu unserer Aktion

WDR Lokalzeit, 03.02.2011, 19:30 Uhr:

Internet aus Dortmund für Ägypten
In Ägypten ist das Internet derzeit zensiert: Wichtige Instrumente der Demokratiebewegung wie die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter sind in dem Land nicht nutzbar. Doch Dortmunder Internet-Aktivisten helfen jetzt, den Zugang über Umwege zu ermöglichen. Read More
Posted by susi in Artikel
Defined tags for this entry: free!, meinungsfreiheit, netz-aktivismus, repression

Oct 27: Neu bei FREE! - Die Status-Seite

Unter http://status.free.de könnt ihr nachschauen, ob die wichtigsten Dienste des WiLaDo bzw. des FREE!-Projekts betriebsbereit sind.
Posted by susi
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