Oct 8: Alles auf eine Karte
Auch wenn in der ersten Phase diese Plastikkarte noch nicht mit der geplanten "Elektronischen Krankenakte" verknüpft wird, dringt sie unvertretbar tief in die schutzwürdigsten Bereiche der Privatsphäre der Versicherten ein. Ärztliche Diagnosen, verschriebene Medikamente und vergangene Krankenhausaufenthalte sowie Arztbesuche lägen dann zusammengefasst in einem bundesweit abrufbaren Datennetz vor. Auch wenn die Zugriffsrechte auf Beschäftigte von Arztpraxen, Krankenhäusern und Krankenkassen beschränkt sein sollten, wäre eine unberechtigte Nutzung dieser intimen Informationen dann weitaus leichter als jetzt sowieso schon. Schließlich ist es längst eine Binsenweisheit, dass selbst die ausgefeiltesten Sicherungsvorkehrungen nicht vollständig vor unberechtigtem Zugriff auf Datennetze schützen können.
Der Humanistischen Union (HU) zufolge hat es einen schwerwiegenderen Eingriff in das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung der Bundesbürger bisher noch nicht gegeben, da das System allen gesetzlichen Kassen verbindlich vorgeschrieben wird. Besonders ärgerlich findet die HU Marburg, dass Patienten sich gegen die Elektronische Krankenkarte kaum wehren können.
Es gibt aber bereits ein Wiki, in dem detailliert erklärt wird, wie mensch sich gegen diese Karte wehren kann. Voraussetzung ist, dass mensch die Karte bereits bekommen soll und von der Krankenkasse angeschrieben wurde. Bisher sind nur einige tausend von den 60 Millionen Versicherten betroffen.
Der Ablauf, den diese Anleitung beschreibt, wird fast sechs Monate dauern, ca. 2 Stunden Zeit und Porto erfordern. Risiken gibt es nicht. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du die EGK trotzdem benutzen musst. Die Krankenkassen haben zwar viele Leute beschäftigt, aber nicht für eine massenhafte politische und rechtliche Diskussion mit ihren Mitgliedern. Wenn nur ein Prozent der Betroffenen mit Widerspruch und Klage gegen die EGK vorgeht, wird allein dadurch bei den Verantwortlichen ein Umdenken stattfinden. So die Hoffnung der Autoren der Anleitung.
+ Die Anleitung: http://wiki.liste-neuanfang.org/index.php5?title=Mit_Widerspruch_und_Klage_gegen_die_EGK
+ Pressemitteilung der Humanistischen Union: http://www.hu-marburg.de/homepage/presse/info.php?id=301#pressemitteilung
+ Weitere Infos auf Recht.de: http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?f=71&t=212350
May 6: Zensus 2011 kippen - Stoppt die Vollerfassung
Arbeitskreis Zensus (“AK Zensus”) und die Bündnispartner warnen gemeinsam vor der bevorstehenden Volkszählung, von den Behörden als “Zensus 2011” bezeichnet:
Ohne dass die Bevölkerung auch nur annähernd ausreichend darüber aufgeklärt worden wäre, erfolg(t)en bereits seit 2008 zentrale Zusammenführungen und Vernetzungen zahlreicher sensibler personenbezogener Daten und Informationen über alle Einwohner Deutschlands. Derzeit erfolgt die Erstellung einer in Deutschland bislang noch nie dagewesenen Datenbank über alle Einwohner und jede Aufenthalts- bzw. Wohngelegenheit. Darin werden für einen Zeitraum von bis zu vier bzw. sechs Jahren, d.h. bis 2015 bzw. 2017, nicht anonymisierte Daten über die gesamte Bevölkerung sowie ihre Beziehungen untereinander gespeichert. Diese zentral gespeicherte Datenbank mit einer vollumfänglichen Erfassung aller Einwohner Deutschlands halten wir alleine durch ihre Existenz für ein unhaltbares Risiko. Die Gefahr des Datenmissbrauchs oder Datendiebstahls mit oder ohne neue staatliche Verordnungen oder durch kriminelles Eindringen bereitet uns große Sorgen. Bezogen auf den angeblich zu erwartenden Nutzen durch die Erhebung dieser Daten halten wir die Erschaffung dieser neuartigen Datensammlung für völlig unverhältnismäßig.
Den kompletten Aufruf gibt es unter http://zensus11.de
Infos auch unter
http://zensus11.nadir.org/
http://www.vorratsdatenspeicherung.de
Die Fragebögen u.ä: unter http://boykottzensus.wordpress.com
Feb 2: Solidarität mit den Ägypterinnen und Ägyptern
Ägypten ist vom Internet abgeklemmt. Festnetz-Telefonate ins Ausland sind allerdings (noch) möglich. Deshalb haben wir unseren alten Telefonie-Server wieder in Betrieb genommen und insgesamt 25 Leitungen freigeschaltet. Per Modem und Einwahl auf unseren Server lässt sich die Internetsperre seit gestern Abend (1.2.) umgehen. Weltweit arbeiten zur Zeit viele weitere unabhängige Netzprojekte daran, die ägyptische Internetsperre auszuhebeln, damit freie Kommunikation weiter möglich ist: http://www.telecomix.org/
Solche Aktionen sind ebenso wie der sonstige Betrieb des FREE!-Projektes auf Spenden angewiesen. Deshalb an dieser Stelle ein herzliches "Dankeschön" an alle unsere SpenderInnen!
Update, 02.02. 12:08 Uhr: Heise online berichtet Ägypten ist wieder online
Update, 06.02.: 350 auf Solidaritätsdemo in Dortmund, Artikel in den Ruhr Nachrichten
Weitere Informationen zur Situation in Ägypten
- aktuelle Infos: live-stream von Al Jazeera
- auf faz.net ein Beitrag von Frank Rieger, Sprecher des CCC: Der Blackout am digitalen Suezkanal
- Linksammlung auf den Seiten der FAU Düsseldorf
Update, 18.02.: Mittlerweile gibt es zwei deutschsprachige Blogs mit Nachrichten, Berichten und Analysen zu politischen und sozialen Verhältnissen im Nahen Osten:
- http://nahostinfos.wordpress.com/
- http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/
Medienecho zu unserer Aktion
WDR Lokalzeit, 03.02.2011, 19:30 Uhr:Internet aus Dortmund für Ägypten
In Ägypten ist das Internet derzeit zensiert: Wichtige Instrumente der Demokratiebewegung wie die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter sind in dem Land nicht nutzbar. Doch Dortmunder Internet-Aktivisten helfen jetzt, den Zugang über Umwege zu ermöglichen. Read More
Dec 10: Neu im Angebot...
Aus gegebenen Anlass haben wir WikiLeaks die Möglichkeit gegeben, einen Mirror bei uns zu betreiben. Dieser Mirror wird automatisch durch WikiLeaks aktualisiert. Bis heute existieren rund 1368 Mirrors (Stand 2010-12-09 09:39 GMT) weltweit, welche auch per WikiLeaks bekannt gegeben sind http://wikileaks.free.de/Mirrors.html.
Die Entscheidung fiel nicht sofort nachdem die ersten Anfragen unserer User eingegangen waren, sondern erst nachdem wir uns über die technische Seite Gedanken gemacht haben, wie wir im Falle einer "Überbelastung" der Anbindung reagieren können.
Solltet Ihr Fragen haben, benutzt einfach unser Kontaktformular.
Solltet Ihr Interesse haben das Ganze irgendwie unterstützen zu wollen, so scheut euch nicht dies in Form einer Spende zu tun.
Die Inhalte zum Thema "Cablegate" (Veröffentlichung von Depeschen US-amerikanischer Botschaften durch WikiLeaks) findet ihr innerhalb des FREE! Mirrors unter der URL http://wikileaks.free.de/cablegate.html Derzeit (Update: 13.12.2010) finden sich dort 1344 Diplomatendepeschen und es kommen nun jeden Tag neue hinzu..
Oct 27: Neu bei FREE! - Die Status-Seite
Oct 15: Bandbreiten Upgrade
In den letzten Jahren gab es immer mal wieder Upgrades der vorhandenen Internetanbindung für FREE!
Das letzte Upgrade war vor rund 2 Jahren. Seit dem sind die Bedürfnisse der FREE! User an "mehr" Bandbreite gestiegen.
Nach rund 6 Monaten Planung wird es vermutlich heute zum erneuten Upgrade kommen. Die jetzige Ausbaustufe ist der grösste "Bandbreiten-Schritt" in der FREE! Geschichte.
Die entsprechenden Netzkomponenten sind soweit installiert und vorbereitet.
Somit kann es ggf. heute nachmittag (15.10.2010) zu vereinzelten längeren Ladezeiten kommen.
Der Wartungszeitraum wird vermutlich zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr am 15.10.2010 statt finden.
Da wir selbst noch auf Rückmeldung unseres Carriers warten bzgl. der genauen Uhrzeit, werden wir euch hier noch vor dem Wartungszeitraum informieren.
***UPDATE***
13:00 Uhr: wir haben die Bestätigung das die Hardware soweit steht und in Ordnung ist. Somit wird das Wartungsfenster derzeit um 15:00Uhr starten.
14:26 Uhr: das Admin Team bereitet die Router vor. Die Hardware für die Leitung steht soweit.
14:59 Uhr: der aktive Umbau beginnt.
15:20 Uhr: die alte Carrier-Verbindung wurde getrennt.
16:11 Uhr: seit einigen Minuten ist FREE! über die neue Internetanbindung Online.
17:42 Uhr: der Betrieb normalisiert sich. Alle Dienste sind weiterhin erreichbar.
Jul 11: 1. Libertäre Medienmesse
Vom 3. bis 5. September 2010 wird in der Ruhrgebietsstadt Oberhausen die 1. Libertäre Medienmesse (Limesse) für den deutschen Sprachraum stattfinden. Drei Tage lang werden eine Vielzahl von Verlagen, Internetprojekten, Radio- und Videogruppen und andere MedienproduzentInnen ihr Programm einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.
Auch das FREE!-Projekt wird dort vertreten sein. Wer uns also mal live und in Farbe treffen möchte, die limesse ist eine gute Gelegenheit dazu.
Im Begleitprogramm der Messe haben die BesucherInnen die Gelegenheit, sich auf mehreren Dutzend Lesungen, Projektvorstellungen, Vorführungen und anderen Veranstaltungen, über das breite Spektrum libertärer Medienproduktion zu informieren. In Zusammenarbeit mit der Basisgewerkschaft „Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU) werden auch die Arbeitsbedingungen u. a. in der Medienbranche Thema sein. Ausführliche Informationen zur Messe auf der Website www.limesse.de.
Apr 28: Hosted@FREE! - http://projekte.free.de/lotta
Vorstellungsreihe von bei FREE! gehosteten Projekten. Wir freuen uns über Informationen aus den bei uns gehosteten Projekten, wie Selbstdarstellungen oder für andere FREE! NutzerInnen relevante Neuigkeiten aus euren Projekten. Ihr könnt uns die gerne zuschicken! Über www.free.de habt ihr die Möglichkeit euer Projekt vorzustellen und
bekannt zu machen. Treu dem überlieferten Motto: Tue Gutes und rede darüber!
LOTTA - antifaschistische Zeitung aus NRW
Die erste Lotta wurde im November 1999 veröffentlicht. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich und ist mittlerweile bei Ausgabe Nr. 38 angekommen. Für nur 3 Euro informiert die Lotta auf 60 Seiten über antifaschistische Themen. Jedes Heft ist einem bestimmten Schwerpunkt gewidmet, aktuell in Heft #38 z.B. NS-Vergangenheit und Erinnerungkultur.
Auf der Lotta-Website gibt es ein Archiv mit den Inhaltsverzeichnissen der bisherigen Ausgaben. Von jeder Ausgabe sind einige Artikel online Verfügbar. Lesenswert sind auch die online verfügbaren Rezensionen antifaschistischer Bücher. Und wie ihr an eine - oder auch ganz viele - gedruckte Lottas kommt, erfahrt ihr auf der Webseite natürlich auch.
http://projekte.free.de/lotta
Apr 27: Repression an der Heimatfront
Polizei durchsucht linken Internet-Provider
Die Berliner Polizei hat am heutigen Montag ab 10 Uhr den Berliner Internet-Provider SO36.NET durchsucht. Ziel der Aktion war es, Verantwortliche für die antimilitaristische Webseite bamm.de zu ermitteln. Die Webseite des Landesverbands Berlin und Brandenburg der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK) ist unter http://www.bamm.de (Google-Cache) zu erreichen und bei SO36.NET gehostet.
Konkret betroffen von der Durchsuchung waren die Serverräume von SO36.NET sowie die Privatwohnung einer Person, die als technischer Ansprechpartner für die Domain bamm.de bei der Registrierungsstelle für Domains DENIC eingetragen ist. Beamte des Landeskriminalamts Berlin beschlagnahmten zunächst mehrere Server. Kurze Zeit später stufte die Staatsanwaltschaft den Beschluss zur Beschlagnahme der Server jedoch als unverhältnismäßig ein und nahm ihn wieder zurück. Daraufhin wurden die Server zurückgegeben, ohne dass Daten durch die Beamten kopiert wurden. Update: In der Privatwohnung wurden zwei Rechner sowie mehrere Festplatten beschlagnahmt und mitgenommen.
Nov 19: Hosted@FREE! - www.netzwerkit.de
www.netzwerkit.de
Netzwerk IT ist eine offene Internet-Plattform für Beschäftigte und Erwerbslose. Darauf können Einzelpersonen, betriebliche Gruppen und Initiativen miteinander kommunizieren, sich betrieblich organisieren und untereinander vernetzen, um z. B. Entlassungen abzuwehren, gemeinsam rechtlich und öffentlich gegen Kündigungen vorzugehen oder sich eine öffentliche Stimme zu geben.
Netzwerk IT ist in „Projekte“ aufgegliedert. Ein Projekt kann sich auf einen Betrieb oder ein Thema beziehen, aber dies ist nicht zwingend.
Netzwerk IT hat zwei Grundsätze: Hilfe zur Selbsthilfe und Offenheit. Kolleginnen und Kollegen wissen sehr gut, was sie brauchen. Sie sind jedoch häufig vereinzelt und glauben nicht, dass man etwas ändern kann. Offenheit bedeutet für uns insbesondere, dass wir niemand ausschließen. Wenn die Konzerne sich globalisieren, können wir nicht an nationalen Grenzen stehen bleiben. Sich immer wieder gegenseitig zu unterbieten führt nur dazu, dass am Ende wir alle verlieren.
Dem ursprünglichen Ziel der Gewerkschaften, Selbsthilfe der Beschäftigten gegen eine drohende Verelendung, ist Netzwerk IT verpflichtet.
Bei uns kann jeder mitmachen - auch Mitglieder von Parteien - soweit sie unsere Ziele teilen und keine scheuklappenartige Arbeit im Sinne ihrer Parteipolitik betreiben. Bei Netzwerk IT arbeiten grundsätzlich Einzelpersonen mit. Es gibt keine Mitarbeit von Parteien und politischen Gruppen.
Wir freuen uns auf neue Projekte. Meldet euch und wir reden darüber.
http://www.netzwerkit.de

